PRAXIS Dr. Strasser

 

Moderne Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Innenohres mit Schwindel

 

In unserer HNO-Praxis hat die Diagnostik und Therapie einer Schwindelerkrankung (Vertigo) mit/oder ohne begleitende Innenohrerkrankung (Schwerhörigkeit) einen sehr hohen Stellenwert. Die meisten Behandlungen werden in unserer Praxis ambulant oder kurzstationär in unserer privaten HNO-Abteilung DanuMed Klinik Dr. Strasser durchgeführt.

 

Symptome

Typische Schwindelformen sind plötzlich einsetzender Drehschwindel von Sekunden, Minuten, Stunden oder sogar Tagen Dauer. Weitere Formen fallen durch den seltenen Liftschwindel (Gefühl als wenn beim Treppensteigen die Stufen schwinden würden) oder den sehr häufigen Schwankschwindel (Gefühl wie auf einem schwankenden Schiff) auf. Andere Schwindelgefühle wie „Schwarzwerden vor den Augen“, Übelkeit, Erbrechen, „der Boden kippt weg“ etc. sind eher unspezifischer Natur und weisen nicht unbedingt auf eine Ursache am Gleichgewichtsorgan hin.

 

Ursachen

Schwindel kann viele Ursachen haben. Nicht immer liegt die Störung im Gleichgewichtsorgan.  Durchblutungsstörungen, Virusinfektionen z. B. nach einer Erkältung, Stress und alle seine Folgen können Schwindel hervorrufen. Dabei gibt es 1. eine Unterfunktion eines Gleichgewichtsorganes, sei es, dass nur der dazugehörige Nerv oder auch das Organ selbst betroffen ist. Dies bewirkt dass das Hirn die Störung bemerkt und mit Schwindel reagiert: „ man fällt ins Loch“ i. S. eines Schwankschwindels oder Drehschwindels zur betroffenen „Ausfall“-Seite. Beim sehr häufigen sog. „gutartigen Lagerungsschwindel“ besteht die Ursache in einem verirrten durch Erschütterung oder Entzündung gelösten Kalksteinchen aus dem statischen Gleichgewichtsorgan (meldet die Orientierung im Raum  also z. B. ob man sich aufrecht oder sich kopftief befindet), im dynamischen Bogengangsystem. Hierbei wird durch Kopfbewegung ein Wandern des Steinchens ausgelöst,  was kurz darauf zu heftigem Drehschwindel führt, da das Gehirn von der betroffenen Seite eine Drehbeschleunigung registriert, die auf der gesunden Seite nicht bestätigt wird und somit als Ungleichgewicht also mit Schwindel beantwortet wird.

 

Diagnostik:

Am Anfang der Diagnostik steht die Anamnese, also die Befragung nach Beschwerden und dem zeitlichen Auftreten dieser. Wegweisend sind wie oben erwähnt Dreh-, Schwank- und Liftschwindelbeschwerden, ferner das Auftreten eines Ohrgeräusches, mit und ohne Hörminderung, Druckgefühl im Kopf oder hinter einem Ohr und auch  wechselndes Hörvermögen (mal gut mal schlechter).

Zur Diagnose führen schließlich die mikroskopische Spiegeluntersuchung der Ohren, verschiedene Hörtests (Audiogramm) eine ausführliche Gleichgewichtprüfung und die Messung des Blutdruckes. Ergänzend werden eine Hirnstammaudiometrie (BERA) ggf. auch eine Magnetresonanztomographie (MRI) des Schädels angefordert. Da es auch andere Schwindelursachen gibt, raten wir bei fehlenden „HNO-Schwindelursache“ ggf. zu Fachkonsilen beim Augen-, Orthopäden, Nervenarzt und Internisten.

 

Therapie:

Das grundsätzliche Problem der Schwindel-Therapie liegt darin, dass wegen im Einzelfall unklarer Ursache gesicherte Behandlungsmethoden mit reproduzierbaren Ergebnissen nicht existieren und deshalb die von uns angewandten Therapieformen lediglich empirisch (aus Erfahrungswerten begründet) abgesichert werden.

Folgende Therapie-Optionen bieten wir in unserer Praxis bzw. privaten HNO-Klinik am Pferdemarkt an:

 

Kombinationen von Arzneimitteln

Die Kombination von verschiedenen Medikamenten kann hierbei zweckmäßig sein, z..B. Arlevert® 1-2 Tabl tgl. , Ginkobiloba (z.B. Tebonin® bis 240mg tgl.)

Komplikationen:

Bei einem akuten, massiven Hörsturz mit Dauerdrehschwindel droht die sehr seltene Gefahr der Ertaubung. Hier sollte u. U. auch eine Ruptur (Riss) der Innenohrmembran mit Verlust der Innenohrflüssigkeit durch eine operative Ohreröffnung ausgeschlossen werden. Bei starkem Schwindel verliert der Patient auch die Fähigkeit ein Fahrzeug zu lenken oder eine gefährliche Maschine zu führen. Entsprechendes Verhalten gilt zur Verhinderung einer Selbstgefährdung (Leiter steigen, Fensterputz etc.)

Ein Anti-Schwindel-Training, bzw. ein sog. Befreiungsmanöver führen wir als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) je nach Ursache für  € 20.-  durch.

 

Ausblick:

Wichtig: Bis zur völligen Heilung/Adaption=Gewöhnung können manchmal Wochen bis Monate vergehen. In dieser Zeit empfehlen wir das Anti-Schwindel-Training weiter fortzuführen und die regelmäßige HNO-ärztliche Kontrolluntersuchung im ersten halben Jahr 6-12-wöchig, im zweiten Halbjahr 2-3-monatlich, im zweiten und dritten Jahr halbjährlich danach einmal pro Jahr. Wir stellen unseren Patienten dafür einen Schwindelkalender mit empfohlenen Terminen zur Nachuntersuchung und Kopien der wichtigsten Untersuchungsergebnisse aus.

 

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!

Ihr HNO-Praxis-Team Dr. Strasser