Moderne Diagnostik und Therapie von chronischen Erkrankungen des Mittelohres 

 

In unserer HNO-Praxis hat die Diagnostik und Therapie einer Mittelohrerkrankung (chronischen Ohrerkrankung) einen sehr hohen Stellenwert. Die meisten dieser Eingriffe werden in unserer Praxis ambulant oder kurzstationär (1 Nacht in unserer Klinik zur Beobachtung) durchgeführt.

Mikroskopisch gestützte OhrOP – funktionelle (hörverbessernde) Tympanoplastik
Das Prinzip der OP ist die Beseitigung von Entzündung des Mittelohres und der Deckung einer Trommelfellperforation (Loch des Trommelfells mit Störung der Schalleitung). Krankhaft verdickte Schleimhaut (Polypen) werden entfernt, wobei das Mittelohr über einen Gehörgangsschnitt eröffnet wird. Beim gefürchteten Cholesteatom (Perlgeschwulst) können die entzündlichen Wucherungen unbemerkt wie bei der Karies durch den Knochenfraß für Komplikationen wie Befall der Hirnhäute (Meningitis) oder sogar des Gehirns (Enzephalitis) sorgen. Bei massivem Befall kann es sein, dass nach einer Erstoperation nach 1-2 Jahren eine Kontroll-OP notwendig wird, dabei wird nachgesehen, ob sich Zellen der Perlgeschwulst unbemerkt nachgebildet haben.
 
Bei der Otosklerose, einer erblichen Sonderform der Schalltransportstörung, verwächst der Steigbügel mit dem Knochen der Hörschnecke. Hierbei muss der Steigbügel operativ befreit werden und durch einen künstlichen Ersatz die Schallleitungskette wieder aufgebaut werden. Wir haben hier gute Erfahrungen mit der ambulanten Durchführung gemacht, weisen jedoch darauf hin, dass postoperativ unbedingt Ruhe eingehalten werden soll.
 
LASER-Chirurgie:
Der LASER findet im Bereich der Kopf- und Halschirurgie unterschiedlichste Anwendungen. Durch diese neuen Entwicklungen sind minimal invasive Eingriffe auch am Gehörgang, Trommelfell und Mittelohr erst möglich geworden. Mit verschiedenen LASERsystemen kann hier nahezu blutungsfrei operiert werden, wodurch eine schnelle Wundheilung und minimale Schmerzbelastung (Verzicht auf Drahtröhrchen) für den Patienten erreicht wird.
 
Nachbehandlung:
Ein stationärer Aufenthalt ist häufig nur für eine Nacht erforderlich, die meisten kleineren Eingriffe können ambulant durchgeführt werden.
Die Ohrpflege umfasst nun das Reinigen des operierten Ohres mit Ohrentropfen.
Wichtig: Bis zur völligen Ausheilung können manchmal Wochen bis Monate vergehen. In dieser Zeit empfehlen wir die Pflege der Ohren weiter fortzuführen und die regelmäßige HNO-ärztliche Kontrolluntersuchung im ersten halben Jahr 6-12-wöchig, im zweiten Halbjahr 2-3-monatlich, im zweiten und dritten Jahr halbjährlich danach einmal pro Jahr.
 
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Ihr HNO-Praxis-Team Dr. Strasser et al.